Warum eigentlich Costa Rica? Und warum eigentlich mit den Fahrrädern als bikepacking Trip?
Und warum mit zwei kleinen Kindern?
Die Fragen haben wir tatsächlich öfter bekommen, und wir haben sie uns auch öfters selbst gestellt…

Eigentlich wollten wir die Weihnachtsurlaubszeit mit einer Elternzeit im Januar verbinden, um mal eine längere Zeit mit den Kindern unterwegs zu sein. In der ursprünglichen Planung noch ohne Fahrräder, ganz klassisch mit Rucksack. Wir diskutierten über viele verschiedene Reiseziele (Singapur, Südostasien allgemein, Australien + Neuseeland, Mittel+ Südamerika etc..) und irgendwann fiel die Wahl auf Costa Rica.
Costa Rica ist ein super Reiseziel für Familien und bietet sich für eine längere Reise definitiv an. Es ist sicher, es ist kinderfreundlich, es gibt viel zu entdecken, coole Tiere und Dschungel und das Klima ist im deutschen Winter auch top.
Zudem spricht man dort spanisch, also eine Sprache die man als Europäer noch halbwegs geregelt bekommt, auch ohne Sprachkurs. (Wobei ich Spanisch im Abi hatte, aber das ist lange her und ich hab mich damals auch mehr durchgemogelt).
Also war Costa Rica gesetzt.
Unsere Recherche ging also dann so richtig los und wir hörten von vielen Freunden und Bekannten nur Gutes über Costa Rica, was kann da also noch schief gehen.
Wir suchten also, Flüge, Hotels, Mietwagen etc und mein innerer Geizhalz explodierte.. Alles viel zu teuer, Hauptreisezeit für Amerikaner und Europäer, generell sehr beliebt und dementsprechend saftige Preise für die Touris. Straßen teilweise eher Staubpisten, also lieber einen 4×4 mit vollem Versicherungspaket suchen und so weiter.
Nun sind wir ohnehin keine großen Hotelurlauber und ein Mietwagen steht eh 90% der Zeit nur rum (wir wollten ja keinen Roadtrip machen, das wird für die Kinder dann doch zu öde). Also verlagerte sich unsere Recherche auf Campingplätze und öffentliche Verkehrsmittel. Kosten runter, Abenteuer Faktor hoch, war also das Ziel.
Aber Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, etc. ist auch eine Menge Zeug + das Equipment für die Kinder, die ja nicht wirklich ihr Zeug tragen können… Da reicht kein 100 Liter Rucksack mehr aus 😉 Aber man könnte ja den Thule mitnehmen und alles schieben (super Idee…)
Wir waren schon ein bischen gefrustet und wollten schon wieder zurück switchen auf Mietwagen, da kam uns der erhellende Moment:
Warum fahren wir nicht mit den Rädern? Als bikepacking Trip? Wie früher?

Die Kinder fahren gerne im Thule und der Große auch auf dem Shotgun vorne, wir können campen, die CostaRicaner werden uns lieben und wir hocken nicht nur im Auto.
Also wieder ran an die Recherche und los gings. Wir brauchten noch ein neues Zelt für 4 Personen, andere Bikes, einen weiteren Hänger für das Camping-Equipment und Flüge inkl. Sportgepäck plus tausend andere Kleinigkeiten.

Wir waren ca. 8 Wochen unterwegs und haben so einiges erlebt und das Equipment hat auch ganz schön gelitten. Dennoch war es eine unvergessliche Zeit und für die Familie wirklich intensiv. Wir haben uns ja nie mehr als 4m voneinander entfernt, da hat man schon viel Familienzeit.
Die einzelnen Wochenetappen werde ich in der nächsten Zeit jeweils in einen eigenen Blogbeitrag verpacken.
